Marktnews Ölpreise fallen weiter unter Druck
Die ICE-Brent-Futures haben im frühen asiatischen Handel weiter nachgegeben, nachdem sie bereits in der vorherigen Sitzung unter die Marke von 100 Dollar je Barrel gefallen waren. Auch WTI setzte den Abwärtstrend fort.
Belastet wurden die Preise vor allem durch Berichte, wonach Saudi-Arabien seine East-West-Rohölpipeline wieder in Betrieb genommen hat. Damit wächst die Hoffnung auf eine Entspannung bei der Versorgung, da saudisches Öl wieder über Häfen am Persischen Golf und am Roten Meer exportiert werden kann. Zugleich zeigte sich die US-Regierung zunehmend zuversichtlich, den Einfluss Irans auf die Energieströme durch die Strasse von Hormus begrenzt zu haben. Präsident Trump sagte laut Medienberichten, durch die Meerenge fliesse derzeit mehr Öl als zu Beginn des Konflikts. Eine rasche politische Lösung ist jedoch offenbar nicht in Sicht, da Fortschritte erst nach den US-Zwischenwahlen erwartet werden. Während die Rohölpreise zuletzt nachgaben, bleiben die Preise für raffinierte Produkte – vor allem Diesel – weltweit hoch. Das erhöht den Druck auf Regierungen, mit Stützungsmassnahmen einzugreifen. In den USA wird sogar über Beschränkungen bei Diesel-Exporten diskutiert. Ein gemischtes Bild zeigt sich auch in Asien: Chinas Rohölimporte legten im August zu, während Südkorea weniger Öl einführte.