Marktnews Ölpreise geben nach jüngstem Anstieg wieder nach
Die ICE-Brent-Futures haben im frühen asiatischen Handel nachgegeben, nachdem sie in der vorherigen Sitzung noch über 100 Dollar je Barrel gestiegen waren. Auch WTI notierte schwächer.
Im Fokus steht weiter die geopolitische Lage. Irans Präsident Massoud Peseschkian zeigte sich vor der UN-Generalversammlung zwar offen für Gespräche mit den USA, machte aber zugleich deutlich, dass Teheran bei seinem Atomprogramm und bei der Kontrolle der Strasse von Hormus nicht von seinen roten Linien abrücken will. Damit bleiben die Differenzen zwischen Washington und Teheran bestehen. Für Entlastung am Markt sorgen Hinweise, dass Saudi-Arabien seine Ost-West-Pipeline schrittweise wieder hochfährt. Asiatische Raffinerien sollen demnach bald wieder Rohöl über den Hafen Yanbu am Roten Meer beziehen können. Das würde den Exportdruck über die Strasse von Hormus etwas verringern. Auch Südkorea reagiert auf die anhaltenden Risiken und will seine Energieversorgung breiter aufstellen. Geplant sind eine stärkere Diversifizierung der Rohöl- und LNG-Importe, zusätzliche Lagerkapazitäten sowie Investitionen in die Versorgungssicherheit. Der Irak meldete unterdessen hohe Rohölexporte, verwies jedoch darauf, dass ein weiterer Ausbau der Ausfuhren wegen der angespannten Lage im Nahen Osten schwierig bleibt.