Marktnews Ölpreise steigen trotz Fortschritten bei Iran-Gesprächen
Die Rohölpreise legten im frühen asiatischen Handel zu. Brent notierte bei rund 107 Dollar je Barrel, WTI bei etwa 94 Dollar. Der Markt verfolgt die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm.
US-Präsident Donald Trump bestätigte Kontakte über Vermittler, nannte aber keine Einzelheiten. Die diplomatischen Gespräche, unter anderem vermittelt durch Katar und Pakistan, waren auch während der militärischen Auseinandersetzungen fortgesetzt worden. Irans Aussenminister Abbas Araghchi hält sich für Treffen im Rahmen der UN-Generalversammlung weiterhin in New York auf. Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus hat nach Angaben des Sicherheitsunternehmens Windward zuletzt wieder zugenommen. Zugleich wurde in Libyen die Exportpipeline von Zawia wieder in Betrieb genommen. Dadurch kann die Förderung im Ölfeld El Sharara steigen. Ein mögliches US-Verbot von Dieselexporten bleibt im Gespräch, könnte laut Trump jedoch die Benzinpreise erhöhen. In China dürften zusätzliche Rohölimportquoten für unabhängige Raffinerien die Nachfrage stützen – trotz anhaltender Lieferstörungen aus der Golfregion.