Marktnews Ölpreise steigen – Strasse von Hormus bleibt im Fokus
Die Ölpreise sind im frühen asiatischen Handel gestiegen. Brent notierte bei rund 116 Dollar je Barrel, US-Rohöl bei etwa 103 Dollar. Marktteilnehmer verfolgen weiterhin die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Lage an der Strasse von Hormus.
Teheran bestätigte den Erhalt eines diplomatischen Schreibens von US-Vizepräsident JD Vance. Eine Antwort steht noch aus. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim hält der Iran an seinen Bedingungen für die freie Schifffahrt durch die Meerenge fest. Dazu zählen die Rückführung eingefrorener Vermögenswerte, die Aufhebung der US-Seeblockade und eine weitreichende Lockerung der Sanktionen. Die iranische Revolutionsgarde behauptete zudem, drei Öltanker seien in der Strasse von Hormus auf Minen gelaufen und hätten aufgegeben werden müssen. Das US-Zentralkommando widersprach den Berichten und erklärte, die Hauptschifffahrtsroute sei frei von Minen. Die Angaben zu den Tankern sind damit umstritten. Unterdessen verlangsamten sich Chinas Rohölkäufe im Oktober. Hohe Preise und Angriffe auf die Ölinfrastruktur im Nahen Osten belasteten die Nachfrage. Zugleich schien China seine Raffinerieauslastung zu senken – trotz eines angespannten Dieselmarktes und attraktiver Exportmargen.