Marktnews US-Iran-Gespräche und nachlassende Angebotsängste drücken Rohölpreise
Die US-Rohöl-Futures stiegen am Freitag leicht, steuerten jedoch auf ihren ersten wöchentlichen Rückgang seit sieben Wochen zu.
Nachlassende Angebotsbedenken und die Fokussierung auf die US-Iran-Nukleargespräche in Oman belasteten die Preise, die gegenüber den Höchstständen im Januar um mehr als 3 % gefallen sind. Während der Iran nur Nuklearfragen diskutieren möchte, fordern die USA auch Themen wie Raketenprogramme und regionale Konflikte einzubeziehen. "Die Positionen bleiben weit auseinander, was die Spannungen erhöht und die geopolitische Risikoprämie stützt", kommentierte Daniel Hynes von ANZ. Eine Eskalation könnte die Ölströme durch die Strasse von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wird, beeinträchtigen. Sollte das Treffen jedoch die Konfliktgefahr mindern, könnten die Ölpreise weiter sinken. Analysten von Capital Economics erwarten, dass schwache Fundamentaldaten die Preise bis Ende 2026 auf 50 US-Dollar pro Barrel drücken werden.