Marktnews  Ölpreise unter Druck: Unsicherheit in der Strasse von Hormus und verschärfte Sanktionen gegen Russland

Die Ölpreise sanken am Dienstag leicht, da Händler potenzielle Lieferstörungen in der Strasse von Hormus bewerteten.
Zuvor waren die Preise am Montag um mehr als 1 % gestiegen, nachdem die USA Handelsschiffen geraten hatten, iranische Hoheitsgewässer zu meiden und das Entern zu verweigern. Die Strasse von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert wird, bleibt ein kritischer Punkt für die weltweite Ölversorgung. Iran und mehrere OPEC-Mitglieder exportieren ihr Rohöl über diese Route, vor allem nach Asien. Trotz positiver Signale aus den Atomgesprächen zwischen den USA und Iran bleibt die Unsicherheit über mögliche Eskalationen bestehen, was laut Analysten eine moderate Risikoprämie verursacht. Gleichzeitig plant die EU, ihre Sanktionen gegen Russland auf Häfen in Georgien und Indonesien auszuweiten, die russisches Öl verarbeiten, um Moskaus Einnahmen weiter zu reduzieren. Indien hat unterdessen sechs Millionen Barrel Rohöl aus Westafrika und dem Nahen Osten gekauft und distanziert sich zunehmend von russischem Öl im Rahmen eines Handelsabkommens mit den USA.

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Stand: 10.2.2026, nächstes Update: 11.2.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.