Marktnews Brent-Ölpreise fallen: Einfluss von Iran-Übungen und geopolitischen Verhandlungen
Die Brent-Ölpreise fielen am Dienstag im asiatischen Handel, da Investoren mögliche Versorgungsrisiken bewerteten.
Hintergrund sind Marineübungen des Iran nahe der Strasse von Hormus, kurz vor den Atomgesprächen mit den USA. Zahlreiche Märkte blieben wegen Neujahrsfeiertagen geschlossen. US-Präsident Donald Trump erklärte, er werde „indirekt“ an den Gesprächen in Genf beteiligt sein und sei überzeugt, dass Teheran ein Abkommen anstrebe. „Die Marktstimmung hängt stark vom Verlauf der Verhandlungen ab und hält eine Risikoprämie bei den Ölpreisen aufrecht“, sagte Sugandha Sachdeva von SS WealthStreet. Die Ölpreise dürften volatil bleiben und stärker von diplomatischen Signalen beeinflusst werden. Der Iran führte eine Militärübung in der Strasse von Hormus durch, einer zentralen Wasserstrasse für den Öltransport der Golfstaaten. Citi erwartet, dass Unterbrechungen der russischen Ölversorgung die Brent-Preise stabil halten und OPEC+ mit Produktionssteigerungen reagieren könnte. Ein Iran-Abkommen und eine Lösung des Russland-Ukraine-Konflikts könnten die Preise bis Sommer auf 60 bis 62 Dollar pro Barrel drücken.