Marktnews ICE: Futures steigen.
Die ICE-Brent-Futures legten im frühen asiatischen Handel zu.
Auslöser waren Aussagen eines US-Beamten, wonach China Interesse an US-Rohölimporten signalisiert habe und die US-Position gegen iranische Gebietsansprüche in der Strasse von Hormus unterstütze. Der Brent-Frontmonat für Juli notierte um 4:00 Uhr GMT bei 106,89 Dollar pro Barrel und damit 1,17 Dollar über dem Schlusskurs vom 14. Mai. Der Nymex-Frontmonat für Juni stieg auf 102,37 Dollar pro Barrel, ein Plus von 1,20 Dollar. Nach dem Treffen von Donald Trump und Xi Jinping am 14. Mai in Peking erklärte ein US-Beamter, Xi habe Interesse an zusätzlichen US-Rohölimporten bekundet. Zudem hätten sich beide Seiten darin einig gezeigt, dass die Strasse von Hormus offen bleiben müsse, um den freien Energiefluss zu sichern. Laut Weissem Haus sprach sich Xi ausserdem gegen eine Militarisierung der Meerenge und gegen mögliche Mautgebühren für deren Nutzung aus. Mehr US-Ölimporte könnten China helfen, seine Abhängigkeit von der Strasse von Hormus zu verringern. In der offiziellen chinesischen Mitteilung wurden die Gespräche über den Nahen Osten nur am Rande erwähnt; Hinweise auf US-Energieimporte fehlten. Gleichzeitig nahm der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus am 14. Mai deutlich zu. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete zudem von einer Vereinbarung zwischen Peking und Teheran zum Schiffsverkehr in der Wasserstrasse. Am selben Tag wurde am iranischen Terminal auf der Insel Kharg erneut Rohöl auf einen Tanker verladen. Das widerspricht US-Angaben, wonach die Lagerkapazitäten des wichtigsten iranischen Exporthafens erschöpft seien und die Verladungen stillstünden.