Marktnews  Brent gibt weiter nach in Erwartung einer Öffnung von Hormus

Die ICE-Brent-Rohöl-Futures gaben im frühen asiatischen Handel erneut nach und setzten damit die deutlichen Verluste der Vortagssitzung fort. Belastet wurden die Preise von der Erwartung, dass sich der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus bei einer Einigung zwischen den USA und dem Iran schrittweise wieder normalisieren könnte.
Nach Einschätzung des Schiffsmaklers BRS dürfte sich der Verkehr binnen mehrerer Monate erholen, sofern ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs zustande kommt und Bestand hat. Derzeit liege der Schiffsverkehr weiter deutlich unter dem Vorkriegsniveau. Eine schnellere Erholung sei möglich, falls Minenräumarbeiten zügig abgeschlossen werden. In den USA sind die Rohölbestände der Strategic Petroleum Reserve unterdessen auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten gefallen, nachdem Notfallreserven zur Abfederung kriegsbedingter Lieferausfälle aus dem Iran freigegeben worden waren. Ein Ende des Konflikts könnte das Wiederauffüllen der Reserve erleichtern, allerdings gilt dies wegen technischer Schäden und notwendiger Reparaturen als schwierig. Zusätzlich verabschiedete die EU neue Sanktionen gegen Russland, darunter weitere Massnahmen gegen Öllieferungen und die sogenannte Schattenflotte. Betroffen sind neben Einzelpersonen auch Unternehmen in mehreren Ländern, die mit dem Transport russischen Rohöls und von Ölprodukten in Verbindung stehen.

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Stand: 16.6.2026, nächstes Update: 17.6.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.