Marktnews Ölpreise fallen weiter nach Einigung zwischen USA und Iran
Die Ölpreise gaben im frühen asiatischen Handel erneut nach und knüpften damit an die Verluste der Vortage an. Auslöser war die Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung ihres Konflikts, die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen deutlich abschwächte.
Zusätzlichen Druck auf die Preise übte die Entwicklung in der Strasse von Hormus aus. Nach Angaben aus den USA haben sich die Öltransporte dort wieder auf das Niveau vor Beginn des Konflikts erholt. Auch die Exportmengen aus der Region sollen inzwischen wieder über dem Vorkriegsniveau liegen. Stützend wirkte dagegen der jüngste Rückgang der US-Rohölbestände. Gleichzeitig zeigte eine Umfrage der Dallas Fed, dass die Aktivität im amerikanischen Öl- und Gassektor im zweiten Quartal deutlich zunahm, auch wenn höhere Treibstoffkosten die Gewinne belasteten. In Europa könnte zudem ein geplanter Streik in der ExxonMobil-Raffinerie im belgischen Antwerpen für neue Unsicherheit sorgen. Das Unternehmen bereitet nach Gewerkschaftsankündigungen bereits eine geordnete Stilllegung von Anlagen vor.