Marktnews  ICE: Brent fällt.

Die ICE-Brent-Rohöl Futures gerieten im frühen asiatischen Handel unter Druck, obwohl Iran seine Kontrolle über den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus verschärft hat.
Der Frontmonatskontrakt für Brent-Rohöl zur Lieferung im Oktober notierte um 04:00 Uhr GMT bei 93,08 Dollar pro Barrel. Das entspricht einem Rückgang von 1,31 Dollar gegenüber dem Schlusskurs vom 21. August, an dem der Kontrakt noch um 61 Cent pro Barrel zugelegt hatte. Auch der Nymex-Frontmonatskontrakt für Rohöl zur Oktober-Lieferung gab nach und lag bei 85,60 Dollar pro Barrel. Damit notierte er 1,46 Dollar unter dem Schlusskurs vom 21. August, nachdem er an diesem Tag noch 23 Cent im Plus geschlossen hatte. Für zusätzliche Unsicherheit am Markt sorgt Iran: Die iranische Persian Gulf Strait Authority (PGSA) warnte, dass Schiffe, die gegen die Transitvorschriften in der Strasse von Hormus verstossen, bei künftigen Passagen mit Sanktionen rechnen müssen. Dazu zählen Geldstrafen, Festset-zungen und Beschlagnahmungen. Die Behörde, die im Mai vom Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums sanktioniert worden war, veröffentlichte eine Liste mit 46 sogenannten non-compliant vessels (NCV). Den betroffenen Schiffen drohen bei zukünftigen Passagen durch die Strasse von Hormus Massnahmen wie Geldstrafen, Festsetzungen oder Beschlagnahmungen. Auf der Liste finden sich Schiffe zahlreicher bedeutender Eigentümer und Betreiber aus den Segmenten Tanker, Gastanker und Massengutfrachter. Im weiteren Tagesverlauf werden die USA neue Sanktionen gegen Iran bekannt geben. US-Finanzminister Scott Bessent will am 24. August auf einer Pressekonferenz Details zur Strategie des „maximalen wirtschaftlichen Drucks“ vorstellen. Diese bezeichnete er als Alternative zu einer Wiederaufnahme grossangelegter militärischer Angriffe gegen Iran.

1 USD = 0.8022

Stand: 24.8.2026, nächstes Update: 25.8.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.