Marktnews  Ölpreise steigen nach neuen Drohungen aus Iran

Die Ölpreise legten im frühen asiatischen Handel zu. Brent stieg auf rund 103 Dollar je Barrel, US-Rohöl auf knapp 90 Dollar.
Zuvor hatte Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erneut mit Angriffen auf die Energieversorgung und Infrastruktur am Persischen Golf gedroht, falls die USA ihre Seeblockade gegen Iran nicht beenden. Die Drohung fällt in eine Phase indirekter Gespräche über das iranische Atomprogramm und ein mögliches Ende des Krieges. Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus ging nach einem starken Anstieg am Wochenende wieder zurück. Zugleich sank die britische Produktion flüssiger Kohlenwasserstoffe im August laut vorläufigen Regierungsdaten auf den tiefsten Stand seit 50 Jahren; auch die Rohölexporte gingen zurück. Zuvor hatten nachlassende Versorgungssorgen die Preise gedrückt: Saudi-Arabien scheint seine Rohölexporte über den Rotmeerhafen Yanbu nach einer kriegsbedingten Unterbrechung wieder aufzunehmen. Ein Tanker für Südkorea soll dabei eine Route wählen, die Angriffe der Huthi-Miliz am Eingang zum Roten Meer umgeht. In den USA bietet das Energieministerium zudem weiteres Rohöl aus der strategischen Reserve zur Ausleihe an. Die Massnahme steht im Zusammenhang mit Bemühungen der Regierung, die Ölpreise vor den Zwischenwahlen zu senken.

1 USD = 0.8338

Stand: 30.9.2026, nächstes Update: 1.10.2026

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.