Marktnews  Rohölmärkte unter Druck: Preisrückgänge, Kapazitätserweiterungen und geopolitische Spannungen prägen die Lage

Die ICE Brent-Rohöl-Futures verzeichneten in den frühen asiatischen Handelsstunden Verluste und gaben einen Teil der Gewinne aus der vorherigen Sitzung wieder ab.
Trans Mountain plant, sein Rohölexportsystem in Westkanada mit einer Kapazität von 890.000 Barrel pro Tag um bis zu 10 % zu erweitern. Diese Kapazitätserhöhung könnte laut Unternehmensangaben bereits innerhalb von 12 Monaten realisiert werden. Insgesamt strebt Trans Mountain in den kommenden Jahren eine Erweiterung der Kapazität um 200.000 bis 300.000 Barrel pro Tag an. Ein Teil der geplanten Erhöhung könnte durch den Einsatz von strömungswiderstandsreduzierenden Mitteln (DRA) schneller umgesetzt werden. Handelsquellen teilten Argus mit, dass indische Raffinerien weiterhin russisches Rohöl kaufen werden, da es nach wie vor eine der kostengünstigsten Optionen für sie ist. Die E3-Gruppe europäischer Länder – bestehend aus Frankreich, Deutschland und Grossbritannien – hat angekündigt, Sanktionen gegen den Iran wieder einzuführen. Grund dafür sind angebliche Verstösse des Iran gegen seine nuklearen Verpflichtungen. Die Sanktionen sollen innerhalb von 30 Tagen im Rahmen eines sogenannten „Snapback“-Mechanismus wieder in Kraft treten. Während dieses Zeitraums will die E3 weiterhin diplomatische Lösungen anstreben und fordert „ernsthafte diplomatische Bemühungen“ von Teheran.

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Stand: 29.8.2025, nächstes Update: 1.9.2025

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.