Marktnews  Ölpreise weiten ihre Gewinne aus

Die Ölpreise bewegen sich weiter in einem Spannungsfeld von stützenden und dämpfenden Faktoren. Momentan schlägt das Pendel eher Richtung stützender Impulse.

Analysten hatten bereits damit gerechnet, dass die Rohöl- und Benzinvorräte der USA in der abgelaufenen Woche noch einmal sinken werden. Kurz vor der «Driving Season» gerät die US-Regierung wegen der stetig steigenden Benzinpreise immer stärker unter Druck. Zudem dürfte der Bedarf an Treibstoff in den nächsten Monaten noch deutlich zunehmen. Die Corona Beschränkungen sind aufgehoben, das Reisebedürfnis der Amerikaner ist hoch. Um die Produkteknappheit in den Griff zu bekommen, zieht die US-Regierung inzwischen auch Exportbeschränkungen in Erwägung. Die zurückgehaltenen Mengen dürften dann jedoch anderswo fehlen. Um die russischen Lieferausfälle zu kompensieren, hatten die USA zuletzt mehr Öl nach Europa geliefert. Auch ohne Ölembargo gegen Russland beziehen viele Länder freiwillig keine Lieferungen aus Russland. Entsprechend dünn ist das verbleibende Angebot. Die offiziellen Bestandsdaten des DOE (Department of Energy) zeigten den erwarteten Abbau sowohl der Rohöl- wie auch der Benzinbestände. Es bleibt offen, wie sich die wirtschaftliche Situation mit den hohen Energiepreisen weiter entwickeln wird. Die Inflationsgefahr steigt und könnte die Nach-frage beeinträchtigen, was wiederum einen dämpfenden Einfluss auf die Preise haben könnte.

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Stand: 27.5.2022, nächstes Update: 30.5.2022

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen. Migrol übernimmt keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der auf dieser Seite publizierten Informationen.

Ölnotierungen steigen weiter an

Tendenz stark steigend – Die Ölpreise haben seit Dienstagvormittag deutlich zugelegt. Die EU ringt weiter um ein komplettes Importverbot von russischem Öl. Der deutsche Wirtschaftsminister Habeck sieht ein Ölembargo gegen Russland «in greifbarer Nähe».

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Produktebestände bleiben tief

Tendenz schwach steigend – Die Ölprodukte bleiben teuer. Das ist insbesondere in den USA ein Politikum. Doch die wiedergewonnene Freiheit nach den Corona-Einschränkungen der letzten beiden Jahre wird die Nachfrage nach Treibstoff während der diesjährigen «Driving Season» besonders beflügeln.

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Nach wie vor volatiler Ölmarkt

Tendenz schwach steigend – Die Ölnotierungen zeigten sich auch in den letzten Tagen äusserst volatil. Die Bandbreite der täglichen Preisschwankungen bleibt enorm hoch.

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