Marktnews Nachfrageentwicklung im Fokus der Marktteilnehmer
Die Ölpreise haben sich am Dienstag im frühen Handel etwas von ihren jüngsten Abschlägen erholt. Grundsätzlich dominieren am Ölmarkt aber die Nachfragesorgen.
Saudi-Arabiens Alleingang, die Förderung ab Juli zu kürzen, ist bereits verpufft. Zudem schauen die Händler auf die Sitzung der amerikanischen Zentralbank Fed. Doch diese wird wahrscheinlich die Zinsen für einmal nicht erhöhen. Darüber hinaus werden heute in den USA die Inflationsdaten für den Vormonat veröffentlicht. Deutlich interessanter dürfte jedoch der Blick nach China sein. Dort sollte eigentlich etwa die Hälfte des erwarteten Nachfragewachstums entstehen. Doch danach sieht es im Moment definitiv nicht aus. Die chinesische Wirtschaft will nicht so richtig in Schwung kommen. Ausserdem haben die Analysten von Goldman Sachs ihre Prognose für Rohöl der Sorte Brent wegen der anhaltend hohen russischen Ölproduktion nach unten korrigiert. Moskau hat seine Exporte nach Indien und China deutlich ausgeweitet und kann so die Sanktionen und die Preisobergrenze für russisches Rohöl abfedern. Goldman Sachs geht davon aus, dass Brent-Rohöl im Dezember bei 86 Dollar pro Fass notieren wird, bisher waren 95 Dollar pro Fass geschätzt worden. Heute werden die Bestandsdaten des API (American Petroleum Institute) veröffentlicht. Es wird ein leichter Abbau der Rohölbestände erwartet.