Energieeffizienz, Erneuerbare Energien

Schweiz 2050 unsere Energiestrategie

Wir werden keine Kernkraftwerke mehr haben und haben uns einer Netto-Null an Emissionen verschrieben. Um das Wirklichkeit werden lassen ohne, dass es zu einer Energieknappheit kommt, hat unsere Regierung einen Fahrplan – die Energiestrategie 2050 – entworfen. Doch was bedeutet er für uns?

Auch wenn wir heute schon über eine sichere und kostengünstige Energieversorgung verfügen, wird es, aufgrund von technologischen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen bei uns und unseren Nachbarn, zu einschneidenden Veränderungen auf den Energiemärkten kommen. Damit wir darauf vorbereitet sind, wir unsere gute Ausgangslage nutzen, den Versorgungsstand erhalten und die Umweltbelastungen reduzieren können, hat der Bundesrat die Energiestrategie 2050 beschlossen.

Diese beinhaltet auch Anpassungen von Gesetzen. Unter anderem des Elektrizitäts- und Stromversorgungsgesetzes zur Weiterentwicklung des Stromnetzes und einer vollständigen Öffnung des Strommarktes inkl. der Schaffung von Investitionsanreizen in heimische erneuerbare Energien, um so die Versorgungssicherheit zu gewährleiten. Als auch eine Revision des CO2-Gesetzes, um die im Pariser Klimaschutzabkommen beschlossenen Ziele – der Halbierung des Treibhausgasausstosses bis 2030 gegenüber dem Stand von 1990 zu halbieren – umzusetzen.

Das Ende der Kernenergie

Während wir 2030 noch über ein, vielleicht zwei Kernkraftwerke verfügen werden, wird der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie 2050 vollzogen sein. Denn es dürfen keine neuen Kernkraftwerke mehr gebaut und die bestehenden nicht grundlegend verändert werden – sobald sie die Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllen, müssen sie vom Netz. Wann das der Fall ist, entscheidet das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat.

Erneuerbare Energien stärken

Um erneuerbare Energien werden wir nicht herumkommen. Ohne sie werden wir nicht nur die Netto-Null verpassen, sondern würden schon heute im Dunkeln sitzen. Denn sie decken schon jetzt einen grossen Teil unseres Energiebedarfs und dieser Anteil wird ohne Kernkraftwerke noch weiter steigen. Zu ihnen gehören neben der schon ausgebauten traditionellen Wasserkraft auch die noch ausbaufähigen Energiequellen wie Sonne, Biomasse, Wind, Geothermie aber auch Holz. Mit dem Ausbau dieser Energieformen werden wir nicht nur nachhaltiger, sondern auch weniger vom Import fossiler Energien abhängig – sollten unsere Nachbarn in Zukunft überhaupt noch daraufsetzen und ausreichend Überschuss generieren, um ihn exportieren zu können. Und weil erneuerbare Energiequellen noch nicht gänzlich wirtschaftlich konkurrenzfähig sind, werden sie laut Energiestrategie 2050 durch staatliche Massnahmen gefördert.

Energieeffizienz – ein wesentlicher Pfeiler

Weniger Energie zu verbrauchen und die verbrauchte effizienter zu nutzen, wird auch in Zukunft die günstigste und umweltfreundlichste Option sein. Deshalb ist eine möglichst wirkungsvolle und sparsame Energienutzung ein wesentlicher Pfeiler der Energiestrategie 2050.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Wir senken den Energieverbrauch, reduzieren unseren CO2-Ausstoss und kommen so dem Ziel der Netto-Null signifikant näher. Ganz nebenbei macht ein niedrigerer Energieverbrauch den Umbau unserer Versorgungssysteme leichter. Denn ein grosser Teil unseres Verbrauchs soll in Zukunft von bei uns produziertem erneuerbaren Strom gedeckt werden. Neben energieeffizienten Technologien gehört auch die Information der Menschen und der Wirtschaft, über die Möglichkeiten, Vorteile und Umsetzbarkeit von Energieeffizienz-Massnahmen zu diesem wichtigen Pfeiler. Denn ohne, dass die Bevölkerung sich damit solidarisiert, wird eine blosse Steigerung der Energieeffizienz der Geräte nicht ausreichen.

Es ist viel zu tun in den nächsten Jahren

Es sind noch neun Jahre, bis wir unsere Treibhausgasemissionen auf die Hälfte des Werts von vor 31 Jahren zu reduzieren und noch 29 Jahre bis zur Netto-Null. Ob uns das gelingen wird, hängt davon ab, wie wir die Energiestrategie 2050 umsetzen, wie wir den Fortschritt kontrollieren und ob wir bereit sind gegebenenfalls nachzujustieren. Auf dem richtigen Weg sind wir schon, leicht wird er aber nicht.

Falls Sie Fragen zur Energiestrategie 2050 haben, können Sie gerne unseren Energieberater kontaktieren:

Clemens Bohnenblust

Fachstelle Energie

Migrol AG
Badenerstrasse 569
8048 Zürich
energie@migrol.ch
Kontakt Hotline 0844 000 000 (4 Rp./Min.)

Die Migrol Energieberatung wird in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Luzern, Schwyz, Zug und Zürich durchgeführt.

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