Solarenergie, Photovoltaik

Solarmodul-Produktion Rückkehr nach Europa

Lange war Deutschland Spitzenreiter in der Produktion von Solarmodulen. Und auch die Schweiz sah sich als Pionierin. Bis China in den Markt trat.

Die Produktion von Photovoltaikanlagen hat in Europa Tradition. Vor allem Deutschland war jahrelang an der Spitze. Aber auch in der Schweiz gab es 2011 noch rund 11'000 Arbeitsplätze in der Solarindustrie. Das war einmal. Längst hat sich die Solarmodul-Produktion nach China verlagert. In riesigen Mengen wird dort inzwischen günstig produziert und in die ganze Welt exportiert. Das hat den Vorteil, dass die Anlagen heute erschwinglicher sind und damit grössere Verbreitung finden. Gleichzeitig aber gingen Arbeitsplätze verloren – und die Abhängigkeit stieg. Letzteres machte sich 2020 besonders bemerkbar: Der Corona-Lockdown brachte auch in diesem Bereich Lieferengpässe mit sich.

Meyer Burger Technology AG läutet Wandel ein

Nun aber zeichnet sich eine Kehrtwende ab. Bereits 2019 zeigte eine Studie, dass eine Photovoltaik-Produktion in Europa wettbewerbsfähig ist, sofern die Produktionsstätte gross genug ist. 2020 nun kündete das Schweizer Unternehmen Meyer Burger den ersten Schritt an: Der Weltmarktführer für Solarmodul-Produktionsanlagen will ab 2021 Zellen und Module «Made in Europe» produzieren. In Deutschland sollen dafür zwei Standorte der einst grössten Solarfabrik Europas, der Solarworld, wieder hochgefahren werden. Damit dürften die Transportwege kürzer und die Versorgungssicherheit wieder grösser werden. Ein wichtiger Faktor, gilt Solarenergie doch als einer der Energieträger der Zukunft.

 

© Illustration von diego1012 auf shutterstock.com

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