E-Mobilität, Erneuerbare Energien

Laden im Unternehmen Darauf sollten Arbeitgeber achten

Die Zahl der E-Autos in der Schweiz steigt weiter an. Sowohl Unternehmen als auch Mitarbeitende rüsten immer häufiger auf Stromer um. Grund genug über eigene Ladestationen auf dem Unternehmensparkplatz oder in der Tiefgarage nachzudenken.
Allein von Januar bis September dieses Jahres wurden 30 Prozent mehr reine Elektrofahrzeuge zugelassen als im gleichen Zeitraum letztes Jahr. Mit Diesel oder Benzin betriebene Autos haben hingegen einen deutlichen Rücklauf von durchschnittlich 21,8 Prozent zu verzeichnen. Ein klarer Trend hin zum elektrischen Fahren. Der Aufbau einer Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz ist daher sinnvoll.

Vorteile für Unternehmen

Als Unternehmen eigene Lademöglichkeiten anzubieten, bringt Vorteile mit sich und nützt nicht nur den Arbeitnehmenden. Das offensichtlichste Argument ist, dass die Stromer umweltfreundlich sind und damit zu einem positiven Image beitragen. Denn Nachhaltigkeit ist sowohl für Kunden als auch für Angestellte ein wichtiges Kriterium, um sich für oder gegen ein Unternehmen zu entscheiden.

Diesem Wunsch der Kunden und Mitarbeitenden nachzukommen, steigert die Attraktivität des Unternehmens und sorgt dafür, dass es zukunftsfähig bleibt. Auch aus einer wirtschaftlichen Perspektive lohnt sich E-Mobilität. Mit Elektroautos im Fuhrpark kann Treibstoff wie Benzin oder Diesel eingespart werden. Zudem profitieren Unternehmen von tieferen Wartungskosten der Fahrzeuge.

Bedürfnisse und Bedarf

Zuerst sollte man klären, wie gross der Bedarf im Unternehmen ist. Mitarbeitende können hierzu einfach befragt werden. Das hat den positiven Nebeneffekt: Mitarbeitende merken, dass sich ihr Arbeitgeber für nachhaltige Themen und ihre Meinung interessiert. Auch Kunden, die im Unternehmen zu Besuch sind und nach Lademöglichkeiten fragen, können ein guter Hinweis sein.
Kunden und Mitarbeitende haben jedoch unterschiedliche Ansprüche an das Laden ihres E-Autos. Mitarbeitende haben meist eine lange Verweildauer über mehrere Stunden. Für sie ist es nicht relevant, ob das E-Auto schnell oder langsam lädt. Anders sieht das bei dem Besuch von Kunden oder anderen Gästen aus. Sie verweilen meist nur kurz im Unternehmen, daher bevorzugen sie eine schnelle Ladung.

Mit Expertise zur E-Mobilität

Jedes Unternehmen, das sich dafür entscheidet in E-Mobilität zu investieren, muss nun weitere Fragen klären:

  • Welche Ladelösungen gibt es und welche ist am besten geeignet?
  • Wie funktioniert die Abrechnung?
  • Gibt es verschiedene Tarife für unterschiedliche Zielgruppen?
  • Soll das Ladesystem öffentlich zugänglich sein?

Bei der Beantwortung dieser Fragen helfen E-Mobilitäts-Experten. Sie unterstützten Unternehmen dabei das Ladesystem vorausschauend sowie sinnvoll zu planen und begleitet den Prozess bis zur Inbetriebnahme der Ladestationen. Auch danach kümmern sie sich bspw. um die Wartung oder Abrechnung und stehen weiter beratend zur Seite.

Diese Lademöglichkeiten gibt es

Welche Ladelösung im Unternehmen sinnvoll ist, hängt vom Bedarf und den örtlichen Gegebenheiten ab. Folgende Unterscheidungen gibt es bei den möglichen Ladesystemen:

  • AC-Systeme
  • DC-Systeme

Bei AC-Systemen lädt das Fahrzeug mit Wechselstrom und niedriger Ladeleistung. Je geringer die Ladeleistung, desto länger dauert das Aufladen. An einer AC-Ladestation nimmt das Laden eines E-Autos meist mehrere Stunden in Anspruch. Fahren bisher nur sehr wenig Personen elektrisch oder verweilen über mehrere Stunden im Unternehmen können wenige AC-Ladestationen reichen.

Bei Gleichstrom geht das Laden, dank höherer Ladeleistungen, deutlich schneller. Besonders bei kurzer Verweildauer sind sie daher sehr attraktiv, allerdings teurer in der Anschaffung. Weitere Infos zu Ladestationen finden Sie hier.

Oft ist eine Kombination verschiedener Varianten sinnvoll. Wichtig ist, dass für jedes Elektroauto, das regelmässig im Unternehmen geladen wird, ein Ladepunkt vorhanden ist. Auch sollte man an die steigende Zahl an E-Autos denken und einen kleinen Puffer einplanen oder fürs Nachrüsten weiterer Ladestationen gewappnet sein.

Abrechnung des Stroms

Die meisten Unternehmen unterscheiden bei der Abrechnung des Stroms ebenfalls nach Interessensgruppen. Mitarbeitende erhalten beispielsweise einen Rabatt oder beziehen den Strom kostenlos. Bei Angestellten besteht zudem die Möglichkeit den Verbrauch mit dem Gehalt bzw. Lohn zu verrechnen. Aber auch die Bezahlung per App oder QR-Code ist möglich. Damit der verbrauchte Strom eindeutig zugeordnet werden kann, erfolgt meist eine Identifikation per Chip- oder RFID-Karte.

Sowohl Mitarbeitende als auch unternehmensfremde Personen können direkt per EC- oder Kreditkarte zahlen. In diesem Zusammenhang kann sich das Unternehmen auch überlegen, ob es seine Ladestationen öffentlich zugänglich machen möchte. Am besten lässt man sich hierzu professionell beraten.

Individuelle Lösungen

Ladesysteme gestalten sich in jedem Unternehmen individuell und hängen vom Bedarf, den Ansprüchen der verschiedenen Interessensgruppen und örtlichen Gegebenheiten ab. Eine sorgfältige und vorausschauende Planung, gemeinsam mit einem Experten, ist sehr zu empfehlen. So entsteht eine nachhaltige Ladeinfrastruktur, die Kunden und Mitarbeitenden zugutekommt und das Image des Unternehmens stärkt.

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